Clubabend in Wien am 21.03.2026
Genau vier Wochen nach dem letzten Clubabend im Februar trafen sich Mitglieder unseres Clubs am Samstag, den 21. März 2026. Ort des Geschehens war auch diesmal wieder das Stammersdorfer Hauptprostamt unseres Firmenmitglieds Hans Fuchs, der uns wieder auf das allerherzlichste Empfang.

Versicherung für Oldtimer
Unser geschätzter Pepi Wohlwendt organisierte für diesen Abend einen Fachmann zum Thema Oldtimerversicherungen. In einem kurzweiligen Vortrag präsentierte René Stein die Vorteile von speziell für klassische Fahrzeuge zugeschnittene Assekuranzen. Dabei handelt es sich um Kasko-Varianten, die im Vergleich zur Versicherung 'normaler' Fahrzeuge deutlich günstiger angeboten werden. Die Versicherungsunternehmen argumentieren das mit dem Umstand, dass Besitzer von automobilen Pretiosen deutlich umsichtiger mit ihren wertvollen Mobilen umgehen, als dies mit Alltagsfahrzeugen der Fall ist. Außerdem liegen die jährlichen Kilometerleistungen zumeist deutlich unter dem Durchschnitt.

Mit großem Interesse lauschten unsere Mitglieder den Ausführungen des Präsentators und stellten einige knifflige Fragen, die bislang sehr ins Detail reichten. Herr Stein stand Rede und Antwort und schwor Stein und Bein, die offen gebliebenen Antworten zeitnah nachzuliefern.

Kulinarische Gustostückerln
Nach dem Vortrag gab es - wie kann es anders sein - kulinarische Köstlichkeiten, angerichtet und serviert von Hans Fuchs. Zunächst durfte sich jeder an einem wunderbaren Antipasti-Teller erfreuen. Danach kamen frisch gebackene Leberkäs-Ziegel auf den Tisch und jeder konnte zugreifen und sich im wahrsten Sinn des Wortes eine Scheibe herunterschneiden.
Die Küche überzeugte durch Qualität und Herzlichkeit, die man nicht nur schmeckt, sondern auch spürt. Es ist stets eine besondere Freude, bei einem Gastgeber zu Gast zu sein, der nicht nur Firmenmitglied, sondern auch echter Freund des Clubs ist und unsere Zusammenkünfte mit großem Engagement unterstützt.
100 Jahre Automobilentwicklung
Vor der Tür des Stammersdorfer Hauptprostamts gab es eine automobile Zeitreise zu bestaunen. Unser Gastgeber, Hans Fuchs, brachte uns sein Modell A von Ford aus dem Jahr 1931 vorbei. Eine wunderschön restaurierte Pritsche mit ehrlicher Patina. Aus heutiger Sicht ein irrwitziges Gefährt mit Thermosyphon-Kühlung und ohne Benzinpumpe - ja damals machten sich die Konstrukteure die Schwerkraft zu Nutze und ließen den Treibstoff einfach von oben (unterhalb der Windschutzscheibe) in den Vergaser rinnen. Das funktioniert tatsächlich. Zwei Personen finden im Führerhaus Platz und die offene Ladefläche lädt dazu ein, größeres zu transportieren.

Ein sehr krasses Gegenteil nahm den Parkplatz vor dem altehrwürdigen Ford in Anspruch - ein Microlino, der erst seit wenigen Wochen am österreichischen Markt feilgeboten wird. Das Fahrzeug lebt in erster Linie von seiner putzigen Optik, die - ganz retro - sehr stark an die seelige BMW Isetta erinnert. Allerdings nur von außen. Der moderne Innenraum wird über die Tür an der Stirnseite geentert. Mit etwas Übung funktioniert das recht flüssig. Der in italien gefertigte Microlino verfügt über einen Elektroantrieb (what else?) und lässt ihn mit bis zu 90 Km/h über die Straßen hoppeln. In fünf Sekunden erreicht das Mugerl 50 Km/h. Die Kürze von ca. 2,5 Metern kommt in Garagen und sehr engen Gassen zur Geltung. Da werden Erinnerungen an eine APE 50 wach. Das Vergnügen 'Microlino' muss man sich auch leisten wollen. Der Einstiegspreis liegt bei knapp EUR 18.000,- und für das hier gezeigte Modell in nahezu Vollausstattung sind ca. EUR 26.000,- zu berappen.

Die Gemeinsamkeiten der beiden Fahrzeuge beschränken sich auf die Anzahl der Räder und Sitzplätze, sowie auf den Auffallwert. Weder der Ford noch der Microlino ist für schüchterne, introvertierte Personen zu empfehlen. Beide Vehikel zaubern den Menschen am Straßenrand ein Lächeln ins Gesicht - in Zeiten, wie diesen gar nicht so blöd.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Dieser Clubabend bot außerdem eine kulturelle Dimension in Form der feierlichen Übergabe eines individuell gestalteten Gemäldes. Zur Vorgeschichte: die Künstlerin Sandra Sedlmaier präsentierte Ihr Können im Rahmen eines 'Live-Paintings' bei der Classic Expo in Salzburg gegen Ende Oktober 2025 (wir berichteten darüber). Christian Diviak, Mitglied und Unterstützer unseres Clubs seit der Gründung, war sofort begeistert von Sandra's Fähigkeiten, sodass er sogleich ein Bild bei ihr orderte. Sein wunderschöner Jaguar XJS sollte auf Leinwand verewigt werden.
Martin Sedlmaier, Sandra's Vater und genialer Konstrukteur unseres SIR WILLIAM PUBs, übergab an diesem Abend das fertige Werk an Christian Diviak, der sich herzlichst bedankte und sich freut, ein wunderbares Kunstwerk mit dem Abbild seines roten XJS sein Eigen nennen zu dürfen. Das Bild wird daheim einen Ehrenplatz bekommen - ganz bestimmt!

Ein Abend geht zu Ende
Es ist immer wieder erstaunlich, in welch atemberaubender Geschwindigkeit die Zeit verfliegt. Zwischen interessantem Vortrag, genüsslichem Abendessen und gespanntem Probesitzen in den Fahrzeugen blieb noch genug Zeit, sich über aktuelle Problemstellungen bei oder Erlebnissen mit unseren Autos auszutauschen - die Stimmung blieb bis zuletzt heiter und verbindend.

Danksagung
Wir bedanken uns bei René Stein für seinen interessanten und kurzweiligen Vortrag über Oldtimerversicherungen und bei Pepi Wohlwendt dafür, dass er für uns den Versicherungsfachmann organisierte.
Vielen herzlichen Dank lieber Hans, dass du uns auch diesmal wieder mit köstlichen Speisen und ausgewählten Getränken verwöhnt hast, für deine Gastfreundschaft und dafür, dass du uns deinen fast 100 Jahre alten Ford Model A zum beäugen vor die Türe gestellt hast.
Und vielen Dank an alle, die da waren und diesen Abend zu dem gemütlichen und verbindenden Zusammentreffen gemacht habe, das wir alle so schätzen.




















